Panikattacken therapieren
Angstzustände treten im privaten oder beruflichen Umfeld immer wieder auf. Eine soziale Phobie ist, wenn diese Angst vor allem im sozialen Kontext in Erscheinung tritt, wie es bei der Redeangst der Fall ist. Lampenfieber vor einer Rede hat jeder schon einmal erlebt. Die Anspannung, das Herzrasen, die Atemnot und der trockene Hals verschwinden aber schnell wieder, sobald ein Redeanfang gemacht ist. Anders ist es, wenn sich Rede- oder Sprechangst zur sozialen Phobie entwickelt. Dabei handelt es sich um eine Angststörung, die soziale Kontakte massiv einschränkt. Stress tritt auf, wenn das Telefon läutet und man seinen Namen sagen muss. Starkes Vermeidungsverhalten belastet den beruflichen und privaten Alltag.
Panikattacken können losgelöst von sozialen Kontakten auftreten. Die Symptome der Panikattacke sind Schweißausbrüche, Herzrasen, Atemnot und Hyperventilation. Ohnmachtszustände können eintreten. Atemtherapie und Entspannungsübungen sind ein zentraler Behandlungsansatz bei Panikattacken. Das vegetative Nervensystem steuert unsere Organsysteme. Es reguliert Herzschlag, Atmung, Verdauung, Immunsystem. Sympathikus (Spannungsnerv) und Parasympathikus (Entspannungsnerv) sind die beiden Hauptnerven des vegetativen Nervensystems. Der Sympathikus ist für die Organregulation bei körperlicher Anstrengung zuständig. Der Parasympathikus ist für die Organregulation bei körperlicher Ruhe zuständig. Über Atemübungen kann nun der Parasympathikus gestärkt und Panikattacken verhindert werden. Damit kann Entspannung bewusst trainiert werden und ist in Stressmomenten abrufbar.